Allgemein

  • Iceland

  • Lasörling Höhenweg

    Tag 1:

    Matrei – Zunigalm – Wetterkreuzhütte

    Tag 2:

    Wetterkreuzhütte – Zupalsee Hütte – Lasörlinghütte – Bergerseehütte

    Tag 3:

    Bergerseehütte – Neue Reichenberger Hütte

    Tag 4:

    Neue Reichenberger Hütte – Clarahütte

    Tag 5:

    Clarahütte – Ströden

  • Albanien

    Vor ungefähr zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit Dr. Marianne Graf (Vorstandspräsidentin der Hilfsorganisation Albania-Austria) auf einer Reise durch Nordalbanien und in den Kosovo begleiten zu dürfen. Seitdem hat sich mein Leben ungefähr drei Mal um die eigene Achse gedreht und wieder zurück. Was ich gesehen habe ist ein Land, welches 50 Jahre in einem Krieg war, vor dessen Gräuel  die ganze Welt ihre Augen bis jetzt verschlossen hat.

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    Es ist kein Blut geflossen, aber wie Marianne es so schön ausgedrückt hat, ist ihm das Schlimmste passiert, was einem Land zustoßen kann: Kommunismus in seiner reinsten Form. 50 Jahre nichts zu besitzen und sukzessive von der Außenwelt abgeschottet zu sein hinterlässt Spuren und keine schönen. Zu sehen sind sind im ganzen Land Reste der Bunker, welche Enver Hoxha erbauen ließ. Heute repräsentativ für die Isolationspolitik des Landes. Damals Schutz zur Verteidigung im Falle einer Invasion durch ausländische Truppen, die nie kamen. Ein Bunker für je vier Albanier, also insgesamt 750 000. Die Schätzung wie viele tatsächlich gebaut werden konnten reichen von 200 000 bis 745 000.

     

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    Man kanns ich Albanien ungefähr so vorstellen, wie dieses Haus: Von Außen sieht es so aus, als könnte man darin ganz gut leben. Wenn man genauer hinsieht, leben zwei Familien auf engstem Raum. Sie teilen sich sogar den Hausgang, in einem 15 Quadratmeter Zimmer schlafen sechs Personen und ernähren sich von einem wieder und wieder erhitzten Fettklumpen.

    Ich habe bis jetzt schon gedacht, dass ich auf meinen Reisen so einiges von der Welt gesehen habe. Nur bis dato konnte man sich in Situationen in denen man mit großer Armut konfrontiert ist, die Ausrede parat legen, dass man alleine ja keinen Einfluss hat. Dieses Mal war das anders. Marianne Graf, Willi Graf und Skender Thaci tun genau das, wozu wir Normalsterblichen nicht im Stande sind: Sie helfen. Marianne selbst meint dazu:

    In Hinblick auf ein starkes, gemeinsames, lebenswertes Europa dürfen wir es uns nicht leisten, zu schimpfen, dass zu wenig gegen Missstände und Not getan wird. Auch nicht hochgeistig theoretisieren, sondern Verantwortung übernehmen, die Ärmel hochkrempeln.

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    Gerade „Verantwortung übernehmen“ geht mir immer wieder durch den Kopf. Verantwortung nicht nur für mein Leben, sondern für soziale Gerechtigkeit. Dafür, dass wir Lebensmittel und Textilien zu Preisen Lebensmittel kaufen zu dem diese nicht fair produziert werden können. Hat nichts mit Albanien zu tun – ist aber Teil des Ungleichgewichts.

    Was mir Marianne mit auf meinen Weg gegeben hat ist, dass man keine Angst vor furchtbaren Dingen haben muss, diese bedeuten nur, dass das Gegengewicht umso größer sein muss. Eines dieser Gegengewichte hat Albanien als natürliches Geschenk mitbekommen. Vielleicht einer der wenigen Gründe, warum das Land noch immer still vor sich hin leidet und nicht in sich zusammenbricht. Die gewaltige Schönheit der Landschaft des Landes:

    Neben den ernüchternden Erfahrungen, die mein Weltbild wieder etwas zurecht gerückt haben, gab es natürlich auch sehr viele schöne Momente, die zeigen was ein Mensch so alles bewirken kann. Bei einer abendlichen Diskussion kamen wir zu der Frage, welche Projekte einem besonders am Herzen liegen. Im Gedächtnis blieben mir die Kinder, in deren Augen man jetzt schon sieht, dass sie durch die Ausbildung eine Zukunft haben werden. Ich glaube was über alle Altersschichten hinweg zu sehen ist, ist die Hoffnung.

    Es ist schwierig die Relationen zu bewahren. Am ersten Tag zu Hause war es noch einfach: Direkt aus dem Kosovo, wo das Ausmaß der Zerstörung indirekt durch den immensen Wiederaufbau zu sehen ist – da geht man mit anderen Augen durch die Altstadt von Graz. Plötzlich dankt man still dem Gott, an den man eigentlich nicht glaubt, für Dinge, die man davor nicht wirklich zu schätzen wusste.

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    Der Alltag kommt und mit ihm verschieben sich wieder die Dinge, die einen bewegen. Von einem Moment auf den anderen verblasst das Bild einer Näherin, die einem ihr Schicksal erzählt hat und in den Vordergrund rücken alltägliche Sorgen, die eigentlich gar keine sind. Es dreht sich im Kreis. Wenn ich dann aber wieder Zeit mit Marianne und ihrem Mann Willi verbringe, in der ich soviel lerne über „wie es vielleicht gehen könnte“, weiß ich wieder wie glücklich ich sein muss für das was ich habe. Aber auch dass es noch ein langer Weg ist zum Ziel. In diesem Sinne hab ich noch einen ganzen Stapel Bücher und Taschen zu Hause, die ich euch liebend gerne zum Verkauf anbiete um in Albanien die Hoffnung weiter wachsen zu lassen.

    Aufruf zur Mithilfe:

    Bücher (http://www.albania-austria.com/buecher/)
    Taschen zu verkaufen (http://www.albania-austria.com/taschen/)
    Geldspende (http://www.albania-austria.com/geldspende/)
    Dringend gebraucht (http://www.albania-austria.com/dringend-gebraucht/)

  • Cappadocia

  • Istanbul

  • Greece

  • Schweden / Norwegen

    Nach über 1700 Kilometern im Auto quer durch Schweden und Norwegen sind wir nun im Abisko Nationalpark gelandet, wo ich mich erstmals den Fotos, die während des Trips entstanden sind widmen konnte. Highlights unserer Reise sind bis dato ein BÄR, den wir über die Straße ließen, haha, ein Hotel, welches irgendwo im nirgendwo extra für uns aufgesperrt hat, da sie, wie auch wir, schon befürchteten, dass wir bei dieser Kälte im Auto schlafen müssten. Das Überqueren des Polarkreises war unglaublich, das muss wirklich der Ort sein, wo die Lichter die Erde berühren. Abschließend haben wir noch eine Elchfamilie beobachtet, die ich gekonnt im Zug verschlafen habe, aber kein Sorge, nur ein weiterer Grund wieder zu kommen.

     

  • New York

    New York stellte für mich immer meine Zukunft dar, die Stadt in der ich einmal leben wollen würde und lustiger Weise hatte ich mir innerhalb von zwei Tagen sogar eines aufgebaut. Zu einem anderen Zeitpunkt in meinem Leben hätte ich sicher mit der Überlegung gespielt, zu bleiben. Doch nach allem, was ich auf dieser Reise gelernt habe, gibt es wohl nur einen Ort für mich auf dieser Welt, an dem ich bleiben möchte. Wir sind ohne große Erwartungen angekommen und letztendlich war die Stadt einer meiner persönlichen Höhepunkte der Reise, obwohl ich überhaupt nicht damit gerechnet hätte. Wir lebten bei einem fantastischen Pärchen in Bushwick und lernten so New York von einer ganz anderen Seite wie erwartet kennen. Vielleicht haben wir nicht alle Sehenswürdigkeiten gesehen, die ursprünglich auf unserer Liste standen, doch wir hatten eine wunderschöne Zeit und somit einen würdigen Abschluss unserer Reise.

  • Hawaii

    Wenn ich wüsste, wie ich diese Inseln beschreiben kann, würde ich es tun. Die meiste Zeit war ich aber überwiegend mit Staunen beschäftigt. Von unserer ersten Zeit in Oahu hab ich leider keine Fotos, weil ich auf der Insel die Kamera im Rucksack verstaut ließ. Wir haben einfach nur die Tage verstreichen lassen, sind von Klippen gesprungen, mit Schildkröten geschwommen und haben unsere Abende mit Lagerfeuer am Strand verbracht.

    Auf der Big Island hingegen war die Kamera, sowie Momente, die man nie vergessen wird allgegenwärtig. Ich kann mich an Momente erinnern, in denen ich mir nicht mehr ganz sicher war, ob das gerade tatsächlich die Realität ist. Der schönste davon war im Volcanoes Nationalpark, wo ich bei Sonnenuntergang mitten in einem Feld erstarrter Lava gestanden bin, das sich über drei Ebenen bis in den Ozean erstreckt hat und in der Sonne golden glitzerte. Es war einfach unbeschreiblich.

    Das zweite Highlight war das Tauchen mit Manta Rochen. Neben der Tatsache, dass es mein erster Night-Dive war, hätte ich nie gedacht, dass wir so nahe an die Mantas herankommen können. Sie kommen wirklich bis auf wenige Zentimenter auf einen zu, um dann im letzten Moment abzudrehen. Sie werden vom Plankton im Wasser angezogen, der von den Taschenlampen der Taucher angezogen wird. Dh die Mantas schwimmen dahin, wo man die Taschenlampe hält :)

    Am Mauna Kea haben wir die meiste Zeit damit verbracht, in die Sterne zu schauen. So groß habe ich die Milchstraße noch nie gesehen, sie zieht sich wirklich über den ganzen Himmel. Auf der Zwischenstation sind überall Teleskope angebracht und wenn man nett fragt, erzählen einem die Mitarbeiter, was man da gerade Schönes sieht. Über den Wolken zu sein, ohne sich in einem Flugzeug zu befinden war schon ziemlich schön… Nach all den Erlebnissen, müsste man meinen, dass man irgendwann genug hätte. Ich hatte mir überhaupt nicht mehr viel von Hawaii erwartet, nach allem was wir schon gesehen haben. Aber nach den ganzen Eindrücken stellt sich eher die Frage, wie man jemals wieder heimkommen soll.

     

     

  • BY THE WAY

    In den letzten fünf Jahren habe ich jede freue Minute genutzt, um meine Sachen zu packen und das Land zu verlassen. Um so weiter ich weggefahren bin, desto mehr wurde mir bewusst, wo meine Wurzeln sind, und wo ich eigentlich hin gehöre.

    Dieses Projekt soll den Abschluss meiner Studienzeit und meiner Reisen dar. “BY THE WAY” bedeutet übersetzt “was ich noch zu sagen hätte” dem soll mit diesem Projekt eine Plattform geboten werden: Geplant ist eine Reise um die Welt, auf der Interviews mit verschiedensten Personen geführt werden. Diese portraitieren sich selbst, aber eigentlich erzählen sie was ganz Anderes, nämlich das was sie auf ihrem Lebensweg wirklich bewegt. Eine Dichterin spricht über ihre Hautfarbe, eine Gepardentrainerin vom Aussterben geliebter Tierarten, eine Bibliothekarin über die weite Landschaft in Namibia. Dinge, die in dem Lebensweg eine Spur hinterlassen haben.

    Hier der Trailer als kurzer Einblick:

    In den Gesprächen habe ich  gelernt, wie sehr kulturelle Unterschiede für Lebensweisen und Einstellungen verantwortlich sind, aber auch, wie wesentlich das soziale Umfeld für die Entwicklung einer Person ist. Ich habe Abstand davon genommen, alles in schwarz oder weiß zu sehen. Wie Nathan in seinem Interview erzählt hat, gibt es Grauzonen und dies sind die Orte, an denen sich das wirkliche Leben abspielt.

    Unter http://project-bytheway.com

    kann man sowohl das Projekt als auch meine Reise mitverfolgen. Nächsten Mittwoch, dem 07.08. gehts los. Seit ungefähr gestern kann ich nicht mehr richtig schlafen vor Aufregung auf all die schönen Erfahrungen, die ich während der Reise machen werde und vor allem auf die Leute mit denen ich sprechen werde :)